Aktualisiert: 17.02.2016

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Banner Carmen Balke

Wussten Sie das?!

    Jede schwangere Frau hat Anspruch auf Hebammenhilfe.
    Hebammen bieten während der Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit des Wochenbettes eine umfassende und ganzheitliche Betreuung an und unterstützen Sie auch während der gesamten Stillperiode. Jede schwangere Frau hat freie Hebammenwahl. Hebammenhilfe ist gesetzlich geregelt.

     Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

    Hebammenhilfe umfasst

    Schwangerenvorsorge

    Jede Schwangere kann unmittelbar ( ohne Überweisung ) mit einer Hebamme Kontakt aufnehmen. Im Rahmen der Vorsorge kann eine Hebamme alle Untersuchungen zur Beobachtung eines normalen Schwangerschaftsverlaufes durchführen:

    - Feststellen der Schwangerschaft und Ausstellen des Mutterpasses

    - Ausstellen von Bescheinigungen ( z. B. für Krankenkassen, den Arbeitgeber )

    - Ertasten der Lage und Grösse des Kindes, Abhören der kindlichen Herztöne,

     Blutdruckmessung, Blut- und Urinuntersuchungen, Beobachtung des Allgemeinbefindens sowie Eintragung sämtlicher Untersuchungen in den Mutterpass

    - Veranlassung von weiterführenden Untersuchungen bei auftretenden Regelwidrigkeiten
      oder auf Wunsch z. B. zur vorgeburtlichen Diagnostik ( Ultraschall, Amniocentese etc.);
      in diesen Fällen wird die Hebamme Sie über Vor - und Nachteile aufklären.

    - Möglichkeit, insbesondere persönliche und soziale Probleme anzusprechen

    Hilfe bei Beschwerden und Risikoschwangerschaft

    Bei auftretenden Problemen wie z. B. Krampfadern, Wassereinlagerungen, Ängsten, vorzeitigen Wehen, Blutungen, Beckenendlage, Zwillingen, Übertragung etc. kann die Hebamme, Hilfe leisten.

    Beratung

    Mit der Hebamme können Sie Ihre neue Lebenssituation betreffende Fragen klären:

    - Ernährung, Reisen, Sexualität, Sport, Stillen, Säuglingspflege etc.

    - Wahl von bestimmten Kursen und des Geburtsortes

    - Erfahrungen früherer Geburten und / oder mögliche Ängste und                     Unsicherheiten in Bezug auf die bevorstehende Geburt.

    - Familienplanung

    Auch bei einer festgestellten Behinderung Ihres Kindes unabhängig vom Schweregrad können Sie sich zur Begleitung und Beratung ( z. B. Wahl des Geburtsortes ) an eine Hebamme wenden.


    Geburtsvorbereitung

    Hier werden die Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillen, Elternsein und Neugeborenenpflege besprochen. Darüber hinaus werden Entspannungs-, Wahrnehmungs-
    und Körperübungen angeboten, Partnermassage vermittelt, hilfreiche Griffe und Positionen
    während der Wehen und für die Geburt geübt, die das Selbstvertrauen in sich stärken.
    Geburtsvorbereitung kann im Kurs oder als Einzelgeburtsvorbereitung wahrgenommen werden.

    Geburtshilfe

    Die Hebamme betreut kompetent und individuell den Geburtsablauf

    ( Ärzte dürfen ohne Hebamme keine Geburt leiten ).

    Die persönliche Begleitung durch die Hebamme stärkt die Frau / das Paar im Geburtsprozess und vermittelt ein grosses Mass an Sicherheit.

    Die Hebamme gibt Hilfestellung und greift ein, wenn der Geburtsverlauf es erfordert. Sie beobachtet und überprüft den Zustand von Mutter und Kind und wird bei Anzeichen für eine Risikosituation ärztliche Hilfe hinzuziehen.

    Wochenbettbetreuung

    Jede Frau hat in den ersten zwei Monaten nach einer Haus-, ambulanter oder stationärer Geburt
     ( auch nach Kaiserschnitt ) Anspruch auf Hebammenhilfe. Die Betreuung steht auch Müttern zu, die Ihre Kinder verloren haben.

    Auch nach den ersten beiden Monaten können Sie sich jederzeit bei Stillfragen an eine Hebamme wenden
    Das Wochenbett ist eine Zeit der Veränderungen.

    Die Hebamme beobachtet den normalen Wochenbettverlauf, führt Untersuchungen durch und unterstützt das Stillen. Sie gibt Hilfestellung in Problemsituationen wie Stillschwierigkeiten,

    Milchstau, verzögerter Rückbildung der Gebärmutter, Wundheilungsstörungen einer Damm- oder Kaiserschnittnaht usw.

    Beim Kind beobachtet sie das Trinkverhalten und die Entwicklung in den ersten Lebenstagen / Wochen bezüglich Gewicht, der Abheilung des Nabels, der Neugeborenengelbsucht und weiteren Anpassungsvorgängen. Sie klärt über notwendige Untersuchungen und vorbeugende Massnahmen beim Neugeborenen auf und führt diese entsprechend dem Wunsch der Eltern durch. Derzeit kann bis zum Ende der Stillzeit, Stillberatung vorgenommen werden

    Rückbildungsgymnastik

    In den Rückbildungskursen zeigt die Hebamme gezielte Übungen und gibt Tips, um den durch die Schwangerschaft und die Geburt belasteten Beckenboden und später auch die stark gedehnten Bauchmuskeln zu trainieren. Damit hat jede Frau die Möglichkeit, spätere Beschwerden wie Gebärmutter- oder Blasensenkung und unwillkürlichem Harndrang wirkungsvoll vorzubeugen oder bereits vorliegende Beschwerden zu beheben.

    Bitte melden Sie sich schon in der frühen Schwangerschaft bei einer Hebamme an!